In den vergangenen Wochen wurde in zahlreichen Telegram- und WhatsApp-Gruppen massiv Werbung für die Aktie der Brag House Holdings Inc. (NASDAQ: TBH) gemacht. Die Versprechen klangen verlockend: „Jetzt einsteigen und enorme Gewinne sichern!“. Tatsächlich jedoch profitierten offenbar nur die Initiatoren der Kampagne. Am 1. April 2025 kam es zu einem dramatischen Kursverfall der Aktie auf 1,27 USD – ein starker Hinweis auf ein sogenanntes Pump-and-Dump-Schema.

Unsere Kanzlei, spezialisiert auf Betrugsfälle und Cybercrime, sieht in diesem Fall typische Anzeichen für einen systematischen Anlagebetrug. Sollten auch Sie Aktien der Brag House Holdings Inc. gekauft haben, empfehlen wir Ihnen dringend, Ihren Fall juristisch prüfen zu lassen. Nehmen Sie jetzt Kontakt uns auf und melden Sie uns kostenlos Ihren Fall.

Hintergrund zu Brag House Holdings Inc.

Brag House Holdings Inc. ist ein US-amerikanisches Medien- und Technologieunternehmen mit Fokus auf eSports-Turniere für Freizeitspieler. Das Unternehmen streamt Wettkämpfe, bietet Werbeplattformen für Marken sowie Merchandise-Artikel an. Am 6. März 2025 ging Brag House an die Börse. Bereits wenige Wochen nach dem IPO stieg der Kurs auf knapp 7 USD, bevor er innerhalb kürzester Zeit abstürzte.

Ein so plötzlicher Kursverfall bei einem neuen und relativ unbekannten Unternehmen ohne fundamentale Nachrichtenlage ist verdächtig und deutet auf mögliche Marktmanipulation hin.

Erfahrungsbericht eines Geschädigten: Opfer eines mutmaßlichen Aktienbetrugs

Der Geschädigte wandte sich an uns, nachdem er Opfer eines mutmaßlichen Pump-and-Dump-Betrugs geworden war. Über eine WhatsApp-Gruppe mit rund 65 Mitgliedern – betrieben unter dem Namen des bekannten Finanzexperten „Marc Friedrich“ – wurde er im Februar 2025 gezielt auf die NASDAQ-Aktie HIT (WKN: A40EWH, ISIN: US42217D1028) aufmerksam gemacht. Hinweis: Marc Friedrich haben wir kontaktiert. Er hat uns glaubhaft versichert, mit derartigen Gruppen und Empfehlungen nichts zu tun zu haben. Es handelt sich um einen Fall von Identitätsmissbrauch!

Auf Grundlage der dort verbreiteten Empfehlungen investierte der Geschädigte am 28.02.2025 über sein Flatex-Konto rund 50.000 EUR in die Aktie – zu einem Kurs von 6,97 USD. Wenige Tage später, am 12.03.2025, fiel der Kurs abrupt von 7,15 USD auf 1,15 USD und lag am 22.03.2025 nur noch bei 0,65 USD.

Seit dem Einbruch ist der Täter, also der vermeintliche „Marc Friedrich“, nicht mehr erreichbar, die WhatsApp-Gruppe wurde verlassen und viele Mitgliederprofile sind offenbar gelöscht oder gefälscht. Für den Geschädigten verdichtet sich der Verdacht, dass es sich um ein organisiertes Betrugsschema mit Fake-Accounts gehandelt hat.

Besorgniserregend ist zudem, dass derartige Gruppen nach wie vor über Facebook-Werbung aktiv beworben werden. Der Geschädigte bittet um Unterstützung bei der juristischen Bewertung und Aufklärung seines Falls – und um Maßnahmen, damit weitere Anleger nicht geschädigt werden.

Was ist Pump and Dump?

Pump-and-Dump ist eine Form der Marktmanipulation, bei der der Kurs einer Aktie gezielt in die Höhe getrieben wird, um sie dann mit Gewinn zu verkaufen. Dabei bedienen sich die Täter oft gefälschter Profile, vermeintlicher Insider-Tipps oder Gruppen mit vorgetäuschter Expertise.

Sobald viele Anleger auf die Versprechen eingehen und der Kurs durch die Nachfrage steigt, verkaufen die Drahtzieher ihre Anteile in der Hochphase. Zurück bleiben echte Investoren mit massiven Verlusten. Besonders häufig betrifft dies sogenannte Penny Stocks, also niedrig bewertete Aktien mit geringer Liquidität.

Rechtliche Bewertung und Handlungsmöglichkeiten

Pump-and-Dump ist nach deutschem wie auch internationalem Recht illegal. Es handelt sich um eine Form der Kapitalmarktmanipulation und kann gleichzeitig den Straftatbestand des Betrugs erfüllen. Besonders heimtückisch ist, dass diese Betrugsmasche oft durch den Einsatz falscher Identitäten, gefälschter Gruppenprofile und manipulativem Social-Media-Marketing erfolgt.

Was tun bei Pump and Dump Betrug?

  1. Strafanzeige erstatten: Der erste Schritt sollte die Anzeige bei Polizei oder Staatsanwaltschaft sein. Beweismaterial wie Chatverläufe, Screenshots, E-Mails und Zahlungsnachweise sollten gesichert werden. Die Strafanzeige ist für Sie kostenlos. Wir empfehlen Ihnen aber die Beratung und Vertretung von einer auf Cybercrime spezialisierten Kanzlei wie Maisch.law Rechtsanwälte.
  2. BaFin und SEC informieren: Bei US-Aktien ist auch eine Meldung an die US-Börsenaufsicht SEC sinnvoll. In Deutschland kann die BaFin kontaktiert werden, insbesondere bei betrügerischer Werbung über soziale Netzwerke. Auch das kann auf Wunsch Ihr Anwalt übernehmen.
  3. Zivilrechtliche Ansprüche prüfen: Sollten Täter oder Plattformen identifiziert werden können, können Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden, etwa wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung.
  4. Bank oder Broker informieren: Auch wenn diese meist nicht verantwortlich sind, kann eine Meldung helfen, Zahlungsströme zu rekonstruieren oder weitere Schäden zu verhindern.
  5. Gemeinsame Klage erwägen: Wenn viele Anleger betroffen sind, kann ein Gruppenverfahren oder eine koordinierte Klage durch eine spezialisierte Kanzlei zielführend sein.

Fazit

Der Fall Brag House Holdings zeigt, wie leicht Anleger durch gefälschte Empfehlungen und plötzliche Kursexplosionen in die Irre geführt werden können. Pump-and-Dump-Betrug ist keine neue Masche, doch durch digitale Kommunikationskanäle leichter umsetzbar denn je. Wir beraten Geschädigte von Pump and Dump Fällen strafrechtlich. Sind Sie auch zum Opfer geworden – dann schließen Sie sich unserem Sammelverfahren an. Wir empfehlen Ihnen aber die Beratung und Vertretung von einer auf Cybercrime spezialisierten Kanzlei wie Maisch.law Rechtsanwälte.

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